Fragen & Antworten

Wir geben Ihnen Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die MSE eG und das Bürgerenergieprojekt.

Junger Mann bedient ein Tablet auf seinem Bein mit seinem Zeigefinger

Antworten auf Bürgerfragen

Zur Bürgerinformationsveranstaltung in Frankenau konnten Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen zur MSE Genossenschaft und dem Bürgerenergieprojekt loswerden. Diese Fragen wurden von der Stadt Mittweida in einem Fragenkatalog gebündelt und von unserem Projektteam umfassend beantwortet.

Hätten Sie's gewusst?

Entdecken Sie unser Faktenblatt mit interessanten und erstaunlichen Fakten rund um Windenergie, Wasserstoff und Co. 

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Wie gefährlich ist Infraschall von Windenergieanlagen und welche Rolle spielt dabei der Nocebo-Effekt? 
Diese und weitere spannende Fragen werden im "Das ist eine gute Frage"-Podcast mit Prof. Dr. Volker Quaschning beantwortet. Reinschauen lohnt sich!

Offene Fragen aus der Online-Fragenrunde vom 04. Mai 2021

Anonym, 4 Stimmen, 18:38 Uhr  

Gibt es für die MSE auch solche Richtlinien wie für die Genießergenossenschaft Sachsen, wo ethische Grundsätze festgelegt werden? keine Investoren aus den USA, ... 

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Die Festsetzung von Richtlinien für die MSE ist tatsächlich geplant. Damit wollen wir unsere Wertvorstellungen und Grundsätze für unsere Tätigkeiten festschreiben. Die Richtlinien finden Sie auf der Website der MSE, sobald diese erstellt sind. 

Anonym, 4 Stimmen, 18:59 Uhr  

Begrüße die Form und Fortführung von weiteren Info- Veranstaltungen 

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Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, dann werden wir auch zukünftig weitere Infoveranstaltungen in dieser Form planen. 

Anonym, 3 Stimmen, 18:47 Uhr  

Ab wann kann ich mit Wasserstofftankstellen rechnen für das eigene Auto? 

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Die Installation der Wasserstofftankstellen ist stark abhängig von den vorgelagerten Projektschritten. Nach der momentanen Planung ist die Errichtung ab 2025 denkbar. 

BI LeiF, 3 Stimmen, 19:08 Uhr  

Brennende verwehte Carbonfasern in 200m Höhe stellen eine Verseuchung dar. 

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Ein brennendes Windrad kommt nur in äußerst seltenen Fällen vor. In den Jahren 2005 bis 2015 gab es in Deutschland onshore (Windenergieanlagen an Land) 62 Brandvorfälle. Das entspricht einem Anteil von ca. 0,04 % auf alle in Deutschland befindlichen Windenergieanlagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei den geplanten Windenergieanlagen für das Innovationsprojekt Havarien auftreten, liegt im verschwindend geringen Bereich.  

Es handelt sich im Falle eines Brandes um ein Unglück. Ein Unglück, wie man es nie erhofft, aber auch nur zu 99,96% ausschließen kann.  

(Energieland Hessen (2018): Bürgerforum Energieland Hessen, Faktencheck: Sicherheit von Windenergieanlagen, Kurzdokumentation; abgerufen am 05.05.2021 von Energieland Hessen: https://www.energieland.hessen.de/BFEH/giessen_06_06_2018/BFEH-FC_Sicherheit_Kurzdokumentation.pdf)

BI LeiF, 2 Stimmen, 18:50 Uhr
In Deutschland gibt es zurzeit kein gültiges Mess- und Bewertungsverfahren für Infraschall. TA Lärm kennt diesen nicht.

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Der Anwendungsbereich der TA Lärm bezieht sich auf schädliche Umweltauswirkungen durch Geräusche. Beim Infraschall ist eine differenzierte Tonhöhenwahrnehmung vom menschlichen Ohr nicht mehr wahrnehmbar und somit deckt die TA-Lärm auch nicht eine Berechnung des Infraschalls ab, sondern einfach gesprochen, nur die hörbaren Geräusche. 

Aktuell findet eine Debatte über die Berechnung des Infraschalls statt. Nähere Informationen erhalten Sie unter: https://youtu.be/ZXzDDaU6e_E

Anonym, 2 Stimmen, 18:51 Uhr 

Wissen Sie, wie viele Typen an Wasserstoff-Pkw derzeit am Markt verfügbar sind? Es sind 2! 

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Derzeit gibt es fünf serienmäßig hergestellte Brennstoffzellen-PKW auf dem Markt, wovon einer, der Honda Clarity Fuel Cell, nicht in Deutschland verfügbar ist. Zu den weiteren Modellen gehören der Toyota Mirai (sogar schon in der zweiten Generation, also in zwei Varianten erhältlich), der Hyundai Nexo sowie der Hyundai ix35. 

Der Vorteil des Wasserstoffantriebes wird von Wissenschaftlern ja vor allem in Langstrecken- und Schwerlastfahrzeugen gesehen. Aus diesem Grund gibt es auch schon serienmäßig hergestellte Müllwagen und Kehrmaschinen der Firma Faun, welche den Batterieantrieb mit der Brennstoffzelle als Range Extender (Reichweitenverlängerer) kombinieren.  

Auch viele Bushersteller arbeiten an der Inkludierung des Brennstoffzellensystems in ihre Fahrzeuge. Einige Serien-Brennstoffzellenbusse sind bereits in vielen Ländern im Einsatz, dazu gehören unter anderem Modelle der Firmen VanHool und Solaris. Auch Flixbus plant den ersten europäischen Fernbus mit Brennstoffzellenantrieb einzugliedern. 

Bei den LKW finden wir die gleiche Tendenz. Neben asiatischen Unternehmen wie Toyota und Hyundai preschen unter anderem auch Nikola, Daimler, Bosch und Volvo vor und entwickeln und präsentieren Nutzfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb.

Anonym, 2 Stimmen, 19:06 Uhr  

Ein maximaler 5000 Euro Anteil an der Genossenschaft die einen Stromertrag von mind. 5.000.000€ jährlich erwirtschaftet ist doch keine Bürgerbeteiligung... 

 

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Ein Mitglied der Genossenschaft kann maximal 25.000,00 Euro (50 x 500,00 Euro) investieren. Was mit dem Jahresüberschuss passiert, den die Genossenschaft erwirtschaftet, liegt in der Hand der Generalversammlung, also allen Mitgliedern der Genossenschaft. Des Weiteren ist eine Beteiligung der betroffenen Gemeinden nach § 36 k EEG 2021 geplant, sodass 0,2 Cent pro Kilowattstunde an die Gemeinden gehen. Diese kann dann frei entscheiden, in welcher Form die finanzielle Unterstützung in den Ortschaften eingesetzt wird.

Anonym, 1 Stimme, 17:39 Uhr 

Welche Mindestanzahl von WEA bzw. welche Leistung ist mindestens erforderlich. Vlt. könnte man über 3 WEA doch noch einen Konsens finden?  

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Diese und weitere Fragen sind Bestandteil der Machbarkeitsstudie, die wir momentan anfertigen lassen. Die Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen, sodass wir erst dann Aussagen dazu treffen können.

Anonym, 1 Stimme, 18:21 Uhr 

Wie viel MWh plant ihr über das EEG zu verkaufen und wie viel für Elektrolyse? Agraset und Regiobus haben doch keinen Verbrauch von über 100MWh/Jahr, oder? 

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Der Anteil des erzeugten Stroms, der in das öffentliche Netz eingespeist werden soll, soll so gering wie möglich gehalten werden. Es ist eine Überschusseinspeisung geplant, die sich in Folge der schwankenden Stromproduktion ergibt. Vorrangig ist der Strom dazu da, die Elektrolyseanlage zu versorgen, um genügend Wasserstoff für alle geplanten Abnehmer herzustellen. Momentan werden die Mengenbilanzen im Zuge der Machbarkeitsstudie zudem aufgestellt und überprüft, um genauere Aussagen treffen zu können. 

Anonym, 1 Stimme, 19:01 Uhr  

Wem gehören die GmbHs und die KGs? 

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Derzeit ist nur eine GmbH und eine KG geplant, an welchen sich interessierte private und juristische Personen beteiligen können. Die Beteiligung ist für jeden möglich, der mindestens einen Geschäftsanteil zeichnet. Somit “gehören” die Gesellschaften den jeweiligen Gesellschaftern. Einer dieser Gesellschaftsanteile, in der GmbH & Co. KG, wird der Anteil der MSE sein. 

Anonym, 1 Stimme, 19:06 Uhr 

Studie zur Veränderung des Mikroklimas. Vgl. Sie bitte Fachbeitrag Joule 2018, Lee M. Miller u. David W. Keith, Harvard University

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Die Studie “Climatic Impacts of Wind Power” von Lee Miller und David Keith aus den USA vom 10.04.2018 hat nachgewiesen, dass Windfarmen die Lufttemperatur am Boden nachts um bis zu 1,5 Grad Celsius erhöhen können. (Lee Miller (2018): Climatic Impacts of Wind Power, abgerufen am 10.05.2021 von Harvard University: Dacid Keith’s Research Group: https://keith.seas.harvard.edu/publications/climatic-impacts-wind-power) 

 

Wenn Windenergieanlagen Strom produzieren, vermischen sie die Luft am Boden mit jener in höheren Luftschichten. Tagsüber ist dieser Effekt sehr gering, da ohnehin viel Durchmischung infolge der Konvektion stattfindet. In der Nacht ist diese Durchmischung geringer, sodass die Windenergieanlagen bewirken, dass kalte Luft am Boden mit wärmerer Luft weiter oben durchmischt wird. Das kommt beispielsweise der Landwirtschaft zugute, weil dadurch Frostschäden vermieden werden können.  

 

Anders als bei fossilen Kraftwerken wird der Atmosphäre also keine Wärme zugeführt, sondern die vorhandene Wärme wird anders verteilt. Dementsprechend wird die Studie von anderen Wissenschaftlern auch nicht als Argument gegen den Ausbau der Windkraft bewertet. (smc. Science Media Centre (05.10.2018): expert reaction to research on climatic impact of wind power, abgerufen am 10.05.2021 von smc: https://www.sciencemediacentre.org/expert-reaction-to-research-on-climatic-impact-of-wind-power/) 

 

“Miller und Keith haben nun diesen Effekt hochgerechnet auf den Fall, dass der Gesamtstrombedarf der USA durch Windräder gedeckt würde und kommen zu dem Schluss, dass dadurch die Oberflächentemperatur Nordamerikas um 0,24°C ansteigen könnte. Gleichzeitig wird der Kühlungseffekt durch den verminderten CO2-Ausstoß aber nur mit einer Verzögerung von ca. 100 Jahren einsetzen, so dass mittelfristig die Oberflächentemperatur in der Umgebung von Windparks (nicht die globale Temperatur!) steigen könnte, bevor sie wieder sinkt.” (Rechercheteam Europäische Energiewende Community (2020): Behauptungen zur Windkraft – Mikroklima, abgerufen am 10.05.2021 von ee mag, https://energiewende.eu/windkraft-mikroklima/), (Presseportal dpa (2020): Harvard-Studie über Windkraftanlagen geht von Treibhauseffekt aus, abgerufen am 10.05.2021 von Presseportal: https://www.presseportal.de/pm/133833/4503752) 
Zusammenfassend handelt es sich um keine Langzeitstudie und explizite Aussagen zur Bodenfeuchtigkeit werden nicht getroffen. Die Studie selbst weist auf Seite 8 auf Einschränkungen zum Modellrahmen hin. Unter anderem hat die Wahl des Windenergiestandortes Auswirkungen auf die in der Studie ausgewählten Parameter. 

Anonym, 1 Stimme, 19:09 Uhr 

@ BI LeiF: Nur dass Windräder eben nicht brennen! 

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Siehe oben.

Anonym, 0 Stimmen, 19:06 Uhr 

Gutes Veranstaltungsformat, weiter so und vielen Dank!